Wenn es um Autos geht, sind Materialfehler eine häufig übersehene Ursache für Motorschäden. Diese Art von Schäden kann plötzlich und ohne Vorwarnung auftreten, und oft ist der Fahrer völlig ahnungslos.
In diesem Artikel befassen wir uns eingehend mit dem Thema Materialfehler und deren Auswirkungen auf den Motor. Wir erklären, wie solche Fehler entstehen, welche Komponenten am anfälligsten sind und wie Sie potenzielle Probleme frühzeitig erkennen können.
Zudem bieten wir wertvolle Informationen darüber, was zu tun ist, wenn Sie mit einem durch Materialfehler verursachten Motorschaden konfrontiert sind.
Unser Ziel ist es, Ihnen ein umfassendes Verständnis zu vermitteln, das Ihnen hilft, Ihr Auto besser zu warten und langfristig Geld und Zeit zu sparen.
Inhaltsverzeichnis

Kann ein Motorschaden durch Materialfehler entstehen? kurz & knapp
Ja, es gibt durchaus Modelle, die aufgrund von Materialfehlern zu einem frühzeitigen Motorschaden neigen.
Ein typisches Beispiel hierfür ist die Motorsteuerkette. Wenn diese aufgrund mangelhafter Materialqualität oder Fertigungstechnik hergestellt wurde, kann sie vorzeitig verschleißen oder reißen, was zu schwerwiegenden Motorschäden führt.
Ein weiteres Beispiel ist schlecht verarbeitetes Gusseisen im Motorblock oder in anderen kritischen Komponenten.
Solche Materialfehler können zu Rissen oder Brüchen führen, die den Motor ernsthaft beschädigen und seine Lebensdauer signifikant verkürzen.
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Welche Materialfehler gibt es häufig? – Arten von Materialfehler
In der Automobilindustrie treten häufig verschiedene Arten von Materialfehlern auf, die zu schwerwiegenden Schäden an Fahrzeugmotoren führen können. Einer der verbreitetsten Materialfehler betrifft die Motorsteuerkette.
Häufig wird für die Herstellung der Steuerketten ein zu dünnes Material verwendet, das der hohen Belastung nicht standhalten kann. Dies führt dazu, dass die Motorsteuerkette oft keine 100.000 km hält und vorzeitig reißt, überspringt oder gelängt wird, was zu erheblichen Motorschäden führen kann.
Ein weiteres Problem ist der Defekt von Ölpumpen in Fahrzeugen. Dieser Defekt ist häufig auf das Versäumnis regelmäßiger Ölwechsel zurückzuführen. Wenn das Motoröl nicht in regelmäßigen Abständen gewechselt wird, kann die Qualität des Öls abnehmen, was zu einer erhöhten Belastung der Ölpumpe führt. Diese Belastung kann die Pumpe beschädigen oder komplett ausfallen lassen, was wiederum schwerwiegende Folgen für den Motor haben kann.
Außerdem sind Motorblöcke, die einen hohen Aluminiumanteil aufweisen, ein weiteres Beispiel für Materialfehler. Aluminium ist zwar effizient und trägt zur Gewichtsreduktion bei, ist aber weicher als herkömmliches Gusseisen. Diese Weichheit macht Aluminium anfälliger für Lagerschäden oder Risse im Motorblock. Solche Schäden können die strukturelle Integrität des Motors beeinträchtigen und letztendlich zu ernsthaften Motorschäden führen.
Welche Motoren können von Materialfehler betroffen sein?
Die „Hassliebe“ Motorsteuerkette
Materialfehler in Fahrzeugmotoren sind ein verbreitetes Problem, das zahlreiche Automarken und Modelle betrifft. Ein besonders anfälliges Bauteil für solche Fehler ist wie schon erwähnt die Steuerkette, die in verschiedenen Motorentypen verbaut wird.
Bei BMW-Motoren, insbesondere in der 1er Reihe (Modelle wie 116, 118, 120) sowie in der 3er Reihe (318, 320i) und in der 5er Reihe (520 Benzinmotoren), treten häufig Probleme mit der Steuerkette auf. Ähnliche Schwierigkeiten sind auch bei den Mini-Motoren zu beobachten.
Auch Motoren von VW und Audi, speziell die TSI-Motoren von VW und die TFSI-Motoren von Audi, sind für ihre Anfälligkeit für gerissene Steuerketten bekannt. Dieses Problem führt oft zu schwerwiegenden Motorschäden, die teure Reparaturen nach sich ziehen können.
Bei Hyundai zeigen insbesondere die Modelle i20 und i30 häufig Probleme mit der Motorsteuerkette. Diese Mängel können die Fahrzeugleistung beeinträchtigen und erfordern in der Regel eine zeitnahe Instandsetzung.
Ebenso sind Mercedes-Motoren, vor allem die 180 und 200 Kompressor-Modelle, nicht frei von Materialfehlern. Auch in diesen Motoren treten Probleme mit der Steuerkette auf, die zu rasseln der Steuerkette und potenziellen Motorschäden führen können.
Lagerschäden
Zusätzlich zu den bereits erwähnten Modellen sind auch 6-Zylinder-Dieselmotoren von BMW (Bmw M57) häufig von Lagerschäden betroffen.
Die Konstruktion mit Aluminium-Motorblöcken ist grundsätzlich gut durchdacht, da sie dazu beiträgt, das Gesamtgewicht des Fahrzeugs zu reduzieren und damit eine effizientere Kraftstoffnutzung und eine bessere Beschleunigung ermöglicht.
Insbesondere bei starken und schnellen Motoren, wie sie oft in BMW-Fahrzeugen zu finden sind, ist dies ein entscheidender Vorteil. Allerdings leidet die Langlebigkeit dieser Motoren unter dieser Konstruktionsweise.
Die weichere Beschaffenheit von Aluminium im Vergleich zu traditionellem Gusseisen macht die Motorblöcke anfälliger für Lagerschäden. Diese Schäden entstehen oft durch die hohen Belastungen, denen die Lager in diesen leistungsstarken Motoren ausgesetzt sind.
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Wie teuer wird die Reparatur bei einem Motorschaden durch Materialfehler?
Die Kosten für die Reparatur eines Motorschadens variieren je nach Fahrzeugmodell und Art des Schadens erheblich.
Im Falle einer gerissenen Steuerkette liegen die Kosten beispielsweise häufig zwischen 1.600 und 3.000 Euro.
Wichtig ist hierbei, dass keine weiteren Bauteile wie Ventile oder Kettenspanner beschädigt wurden, da dies die Reparaturkosten weiter erhöhen kann.
Bei einem umfangreicheren Schaden, wie einem defekten Motorblock oder wenn der Motor komplett ersetzt werden muss, können die Kosten für einen Austauschmotor oft zwischen 5.000 und weit über 10.000 Euro betragen.
Solche umfangreichen Reparaturen sind nicht nur teuer, sondern auch zeitaufwendig.
Garantieansprüche bei Materialfehler
Falls für das betroffene Fahrzeugmodell keine aktuellen Rückrufaktionen vorliegen, fallen Materialfehler in der Regel unter die Gewährleistung. Wenn noch eine Garantie besteht oder Ansprüche auf Gewährleistung geltend gemacht werden können, übernimmt der Hersteller normalerweise die Kosten für die Reparatur.
Andernfalls müssen die Eigentümer des Fahrzeugs selbst für die Kosten des Defekts aufkommen. Es ist daher ratsam, die Garantiebedingungen genau zu prüfen und sich bei Unklarheiten direkt an den Hersteller oder eine autorisierte Werkstatt zu wenden.

Welche Optionen habe ich?
Reparatur
Bei einem Motorschaden besteht die Option der Reparatur, doch viele Werkstätten zögern, diese durchzuführen, insbesondere aufgrund von Garantiebedenken und dem Zeitaufwand. Oftmals empfehlen sie stattdessen, einen Austauschmotor mit Garantie einzubauen.
Dies kann eine effiziente Lösung sein, um das Fahrzeug schnell wieder fahrtüchtig zu machen. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die Kosten für einen Austauschmotor oft den Wert des Fahrzeuges übersteigen können.
Daher sollte diese Option sorgfältig abgewogen werden, insbesondere unter Berücksichtigung des Alters und des allgemeinen Zustands des Fahrzeugs.
Verkauf
Eine weitere Option ist der Verkauf des Fahrzeugs mit Motorschaden. Für viele Besitzer ist dies eine praktikable Lösung, vor allem wenn die Reparaturkosten unverhältnismäßig hoch sind oder wenn sie das Fahrzeug nicht mehr benötigen.
Wir bei kfzankauf-experte.de bieten Ihnen auch die Option, Ihr Auto mit Motorschaden zu verkaufen. Als Spezialisten für den Ankauf von Fahrzeugen mit Motorschäden bieten wir Ihnen ein faires und transparentes Ankaufangebot. Der Vorteil für Sie: Unser Service ist komplett kostenlos, einschließlich des Transports Ihres Fahrzeugs deutschlandweit.
Um ein Angebot von uns zu erhalten, füllen Sie einfach unser Online-Formular mit den Daten Ihres Fahrzeugs aus. Anschließend erhalten Sie von uns ein schriftliches Angebot per E-Mail. Dieser Weg bietet Ihnen eine schnelle und unkomplizierte Lösung, um Ihr Fahrzeug mit Motorschaden zu veräußern, ohne sich um die aufwendigen und oft kostspieligen Reparaturen kümmern zu müssen.
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FAQs – Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter Motorschaden durch Materialfehler? Ein Motorschaden durch Materialfehler tritt auf, wenn Bauteile des Motors aufgrund von Produktionsfehlern oder Materialermüdung versagen.
Kann man Motorschäden durch Materialfehler vorbeugen? Regelmäßige Wartung und Inspektionen können dazu beitragen, potenzielle Materialfehler frühzeitig zu erkennen und zu beheben.
Was sollte man tun, wenn man einen Motorschaden durch Materialfehler vermutet? Bei Verdacht auf einen Materialfehler sollte das Fahrzeug umgehend einer Fachwerkstatt zur Überprüfung und Reparatur vorgestellt werden.